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Lehrbuch Dienstleistungsengineering und –management erschienen!

Das Lehrbuch Dienstleistungsengineering und –management von Prof. Dr. Jan Marco Leimeister, Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftsinformatik und Direktor am Forschungszentrum für Informationstechnikgestaltung (ITeG) an der Universität Kassel, ist kürzlich im SpringerGabler Verlag erschienen. 

Das Lehrbuch beschäftigt sich mit den Grundlagen, zentralen Prozessen und Methoden sowie Anwendungsbeispielen für die systematische Entwicklung neuer Dienstleistungen (Dienstleistungsengineering) sowie deren Management über den Lebenszyklus (Dienstleistungsmanagement). Ein Schwerpunkt liegt hierbei auf der Rolle von Informations- und Kommunikationstechnologien (IT) für die Gestaltung und Erbringung von Dienstleistungen. Das Buch bereitet den aktuellen Stand in Forschung und Praxis über das Dienstleistungsengineering und –management lerngerecht auf und gibt Studierenden wie Praktikern Theorien, Methoden und Werkzeuge an die Hand, um Dienstleistungen durch den Einsatz von IT systematisch zu gestalten und effizient zu erbringen und neue Formen der Arbeitsteilung und Wertschöpfung für sich nutzbar zu machen. Dabei geben Lernziele in jedem Kapitel einen Überblick über den Inhalt und Übungsfragen am Ende jedes Kapitels dienen einer selbstständigen Überprüfung des Gelernten. Zudem werden zahlreiche Fallbeispiele zur Illustration und Erklärung eingesetzt. 

Unterstützend zum Lehrbuch gibt es eine Webseite. Dort werden neben weiteren Informationen zum Lehrbuch Dienstleistungsengineering und –management auch zusätzliche Übungsfragen für Studierende sowie Lehrmaterialien für Dozenten angeboten. Zu finden ist die Website unter folgenden Link: www.dienstleistungsengineering.de 
Das Buch bei Springer:  www.springer.com/978-3-642-27982-9 

 

 
Abschlussveranstaltung "Mobil50+"
Das Projekt „Mobil50+ - Innovative NFC- und IT-basierte Dienstleistungen für mobiles Leben und Aktivität der Generation 50+“ ist Teil des BMBF-Förderschwerpunktes „Technologie und Dienstleistungen im demografischen Wandel“.  Im Rahmen der europaweit führenden Wirtschaftsinformatik-Konferenz ECIS (European Conference on Information Systems) werden die Projektergebnisse in einem Workshop einem internationalen Publikum präsentiert und zur Diskussion gebracht. Die ECIS 2012 findet vom 10.-13.6. in Barcelona statt. Weitere Informationen zur diesjährigen ECIS finden Sie unter www.ecis2012.eu.
 
Verbundvorhaben Mobil 50+ - Zusammenfassung der Aktivitäten II PDF Print E-mail

Ziel des Vorhabens Mobil50+ ist es, Dienstleister in die Lage zu versetzen, neue, bedürfnisgerechte Lösungen zu entwickeln, den Absatz von Dienstleistungen zu stärken und die Erbringung durch intelligenten Einsatz von Informationstechnologie (IT) effektiv und effizient zu gestalten. Zusätzlich sollen familiäre und soziale Netzwerke gestärkt sowie durch innovative, mobile Technologien eine hohe Benutzerfreundlichkeit und kostengünstige Realisierung von Dienstleistungen ermöglicht werden. Die Aktivitäten und Ergebnisse im Projekt gliedern sich in drei unterschiedliche Handlungsfelder: (1) Konzeptionierung, Entwicklung und Pilotierung eines IT-gestützten lokalen, sozialen Marktplatzes zur Anbahnung und Vereinbarung von Dienstleistungen, (2) Entwicklung von Methoden für das Service Engineering einzelner Dienstleistungen unter Berücksichtigung der Potenziale von IT und mobilen Technologien, sowie (3) Konzeptionierung, Entwicklung und Evaluierung von mobilen Applikationen, die neuartige und innovative Nutzerinteraktionen mit IT-Diensten ermöglichen.

Hier können Sie mehr über "Bring Dich ein!" erfahren. 

Für die Erhaltung von Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden im Alter spielen Dienstleistungen eine besondere Rolle. Der IT-gestützte lokale, soziale Marktplatz „Bring Dich ein!“ wurde als Internetplattform entwickelt, der in Bezug auf die angebotene Funktionsfülle und Benutzerfreundlichkeit speziell auf eine ältere Zielgruppe zugeschnitten ist. „Bring Dich ein!“ bietet eine zentrale Verwaltung von Anbahnung, Vermittlung und Abrechnung von nicht-kommerziellen und kommerziellen Dienstleistungen. Zusätzlich ermöglicht die Plattform als soziales Onlinenetzwerk älteren Menschen, soziale Kontakte zu ihrer Nachbarschaft zu pflegen und zu erweitern, und baut somit Ängste und emotionale Barrieren gegenüber einem IT-Einsatz zur Dienstleistungsvermittlung ab.

Viele dieser Dienstleistungen sind in ihrer Erbringung jedoch hochgradig individuell, wissensbasiert und werden persönlich erbracht. Zudem existieren Probleme in der heutigen Praxis, die auf einen hohen Grad an implizitem Wissen und fehlende Standards zurückzuführen sind. Um diese Dienstleistungen systematisch zu entwickeln, wurden im Vorhaben methodische Ansätze entwickelt, die an etablierten Methoden und Konzepten des Service Engineerings, der systematischen Kundenintegration und IT-Innovationsentwicklung ansetzen. Diese ermöglichen einen intelligenten Einsatz von IT, eine (Teil-)Automatisierung der Dienstleistungen und können somit zu besseren Servicequalitäten und Qualitätskontrollen beitragen.

Um eine Interaktion der Zielgruppe 50+ mit mobilen Anwendungen zu gewährleisten und damit einen Zugang zu IT-basierten Marktplätzen erst zu ermöglichen, müssen Benutzerschnittstellen auf mobilen Endgeräten entwickelt werden, die von Menschen in der Generation 50+ verstanden und akzeptiert werden. Daher wurden mehrere Prototypen implementiert und evaluiert, die neuartige Interaktionskonzepte im Themenumfeld sozialer Netzgemeinschaften durch mobile und ubiquitäre Technologien (bspw. Near Field Communication) realisieren. Ein Beispiel ist der Prototyp NFriendConnector, der versucht, den Medienbruch zwischen realweltlicher Situation und virtueller Repräsentation zu verringern, und die realweltliche soziale Interaktion durch eine mobile, ubiquitäre Nutzerschnittstelle zu bereichern. Der Prototyp kann als exemplarisches Interaktionskonzept für andere Internetdienste dienen, die somit auch von einer älteren Generation leichter verstanden und genutzt werden können.

Die Integration der Nutzer in den gesamten Entwicklungsprozess war einer der zentralen Aspekte in den drei Handlungsfeldern. Die Erfahrungen der Evaluierungen des Pilottestes von „Bring Dich ein!“ zeigen, dass durch das frühe Einbeziehen aller Anspruchsgruppen in den Entwicklungsprozess und die Visualisierung von Teilen des Systems durch Prototypen die Gefahr von falschen oder ungenauen Anforderungen an das finale Dienstleistungssystem reduziert werden kann. Derzeit entstehende kommerzielle Anwendungen zeigen zudem die hohe Relevanz und Anschlussfähigkeit der Projektergebnisse.

Last Updated on Thursday, 03 November 2011 09:56
 
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